Corona - Krise oder Chance?

Hintergründe, Gedanken, Ideen und Lösungen

Für einige Unternehmen ist es schlichtweg eine Katastrophe, dass die Umsätze um bis zu 90% weggefallen sind. Andere Unternehmen hat es nicht so stark erwischt, und wiederum andere gehen gestärkt aus dieser Situation hervor. Wo liegt der Unterschied? Was kann man besser machen? Welchen Weg möchten Sie gehen und wie kann das funktionieren?

Hintergründe, Gedanken, Ideen und Lösungen

Die Arbeitswelt wird und muss sich verändern

Vor dem Lock-Down, verursacht durch die Corona-Pandemie, haben sich die meisten Unternehmen hauptsächlich um sich selbst gedreht. Und dies mit zunehmender Beschleunigung, möglichst unter Ausblendung der Veränderungen und neuen zum Teil sehr innovativen Möglichkeiten. Man wurde getrieben vom Zeit- und Kostendruck, die Arbeitsbelastung bei allen beteiligten Menschen wurde immer höher, es entstand immer mehr Stress durch negative Einflüsse, die nicht wesentlich beeinflusst werden konnten, durch den immer stärker spürbaren Facharbeitermangel fand ein Arbeiten am absoluten Limit statt und die daraus resultierenden Kompromiss-Entscheidungen waren höchstens eine Beruhigungspille, aber keine nachhaltige Lösung.

Der Corona Lock Down hat kurzzeitig die Zeit angehalten. Für einen kurzen Moment bliebt alles stehen und dadurch verschoben sich die Notwendigkeiten und Wichtigkeiten. Arbeitsprozesse mussten plötzlich umgestellt werden, das Home-Office wurde zur Notwendigkeit. Damit wurde auch plötzlich für jeden deutlich, was Digitalisierung bedeuten kann und welchen Nutzen sie stiften kann. Auch Produktionsprozesse mussten ebenfalls überdacht und teilweise komplett neu organisiert werden.

Dass es nach dem Corona Lock Down nicht einfach weitergehen würde wie zuvor, war den meisten klar. Aber was kann oder soll sich ändern? Sind wir bereit uns neue, teils radikale Gedanken zu machen, wie die neue Arbeitswelt aussehen könnte und wie dies auch zu wirtschaftlichem Erfolg führt? Wir wollen hier die Problematik aufzeigen und Ideen und Lösungen aufzeigen, wie die Zukunft nachhaltig erfolgreich gestaltet werden kann – Start ab sofort.

Schneckenhaus vs. Offenes Visier / jetzt sind auch mutige Entscheidungen gefragt

Zur Bewältigung einer Krise gibt es zwei Szenarien: Entweder zieht man sich in sein Schneckenhaus zurück und wartet ab, bis sich der Sturm gelegt ha oder aber man packt die Gelegenheit beim Schopf, lädt alle Beteiligten zu kreativen, ergebnisoffenen Diskussionen ein, kreiert daraus eine neue Strategie und setzt diese dann um. Dazu gehört natürlich die Abwägung von Chancen und Risiken, aber noch viel wichtiger ist es, Mut zu zeigen und anzupacken. Werden genügend Daten und Informationen mit gutem Informationsgehalt zusammengetragen, kann eine ziemlich verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Mit dieser Einschätzung gilt es dann, bestehende Prozesse zu verändern, neue Ideen und Möglichkeiten mit einzubinden und ggf. alte Zöpfe auch mal abzuschneiden.

Produktionssteigerung ohne große Kostensteigerung 

Viele Unternehmen haben im Corona Lock-Down Hilfskredite in Anspruch genommen. Diese müssen in einem Zeitraum von 5 – 10 Jahren zurückbezahlt werden. Dies bedeutet, dass ein zusätzlicher Umsatz in Höhe von Faktor 5 -18 zur aufgenommenen Kredithöhe erforderlich sein wird, um trotz der angespannten Situation Gewinne erwirtschaften zu können. Werden keine Gewinne erwirtschaftet, entsteht automatisch ein hohes Insolvenzrisiko.

Produktionsverlagerung an zusätzlich Lieferanten

Große Unternehmen werden über Kostenreduzierung sanieren, dies wird regelmäßig über Personalreduzierung verwirklicht. Dies hat zur Folge, dass etliche Produktionsleistungen nicht mehr im Unternehmen selbst erbracht werden können, sodass es Zukäufen von externen Lieferanten bedarf. Dies bedeutet auch, dass zusätzliche Lieferanten aufgebaut werden müssen.

Diversifikation von Lieferanten

Große Unternehmen werden ihre gesamten Lieferketten überdenken, um große Abhängigkeiten mit fatalen Lieferausfällen, wie in der Corona-Krise erfolgt, vermieden oder zumindest abgemildert werden können. Auch dies hat zur Folge, dass neue Lieferanten für bislang z.B. ausschließlich in China zugekauften Produkte aufgebaut werden. Diese werden möglichst nahe dem Unternehmen gesucht, um im wieder anspringenden Markt auch kurzfristig lieferfähig zu sein.

Die gesamten Lieferketten werden in jedem Fall überdacht und auf Szenarien wie Lieferfähigkeit, Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Einflussnahme, Krisenreserven und Produktionsrelevanz überprüft. Auch hieraus werden sich Maßnahmen ableiten, zumindest einen zweiten oder dritten Lieferanten für kritische Produkte zusätzlich aufzubauen.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken und Risikominimierung

Wenn Unternehmen Hilfskredite der KFW über die Hausbank beantragt haben, werden die Banken zukünftig sehr restriktiv in der weiteren Kreditvergabe sein. Dies bedeutet, dass für erforderliche Investitionen sehr häufig wieder Finanzierungs-Unternehmen (Leasing, Mietkauf) herangezogen werden, insbesondere auch im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Liquidität. Durch intelligente Finanzierungskonzepte können dabei auch Anlaufphasen ohne zusätzliche finanzielle Belastung für das Unternehmen realisiert werden, bzw. Lösungen maßgeschneidert für den geplanten Projektverlauf entwickelt werden. Dies hat eine erhebliche Risikominimierung für beide Seiten zur Folge. 

Produktionssteigerung / Zusatzerlöse mit vorhandenen Anlagen und Mitarbeitern

Die Produktions-Unternehmen müssen den Spagat schaffen, mit den selben, oder nur geringfügig aufgestockten Anlagen höhere Umsätze, wenn möglich sogar in kürzerer Zeit zu realisieren. Dies bedeutet, dass die Ausbringung an jedem Arbeitsplatz überprüft und ggf. angepasst werden muss, was idealer Weise mit einfachen, kostengünstigen und schnell implementierbaren Automatisierungslösungen erfolgen kann.

Unternehmenssteuerung über Ertragssteigerungen

Kleine und mittlere Lohnfertigungs-Unternehmen können das Betriebsergebnis in der Regel nicht maßgeblich über Kostenreduzierung steuern, sondern vor allen Dingen über den Ertrag. Zusätzliche Schichten können bei den meisten Unternehmen aufgrund des Facharbeitermangels oder der fehlenden Organisation im Unternehmen nicht eingerichtet werden. Auch hier sind einfache, prozesssichere Automationslösungen das Mittel der Wahl, um z.B. in Leerschichten hineinzuarbeiten.

Nachhaltige, zukunftssichere Produktion

Werden neue Anlagen beschafft, wird es insbesondere für Lohnfertiger, aber auch für Hersteller darauf ankommen, die Anlagen so zu konfigurieren, dass die vorstehenden Punkte berücksichtigt und eine nachhaltige, zukunftssichere Produktion aufrechterhalten werden kann. Dies gilt auch für Ersatzinvestitionen für alte, nicht mehr rentable, weil störungsanfällige oder nicht prozesssicher zu betreibende Anlagen.

Produktion trotz zeitweilig fehlenden Personals

Solange die Corona-Epedemie andauert, kann es zu Personalausfällen kommen, weil die Mitarbeiter in Quarantäne bleiben müssen, tatsächlich an Corona erkranken, oder Kinder betreuen müssen, die nicht in die Schule oder die Kita gehen können. Die Produktion muss aber trotzdem aufrechterhalten werden. Dies kann durch den Einsatz einer Cobot-Automation gelöst werden, die von den noch im Betrieb vorhandenen Mitarbeiter am Laufen gehalten werden kann. Dies eröffnet den Unternehmen auch zusätzliche Flexibilität in der gesamten Personalplanung. So können beispielsweise auch Mitarbeiter auf andere Fertigungsschwerpunkte verlagert werden, ohne die bisher von diesen betreuten Anlagen stillsetzen zu müssen.

Steigerung des Unternehmenswerts und Verbesserung der Nachfolgeregelung durch moderne Produktion

Viele Inhaber der Lohn- und Auftragsfertiger sind aus der Generation der Baby Boomer und werden sich in den nächsten Jahren aus dem Geschäft zurückziehen wollen. Damit ergibt sich die Notwendigkeit eine Nachfolgeregelung zu finden, oder aber das Unternehmen zu einem vernünftigen Preis verkaufen zu können. Dies wird aber nur funktionieren, wenn die Produktion modern, effektiv, effizient und nachhaltig aufgestellt ist. Dies bedeutet, dass der Grad der automatisierten Fertigung auch bei kleinen und mittleren Stückzahlen hoch sein sollte, die Ausbringung und damit das Betriebsergebnis sollte möglichst gut und genau im Voraus berechnet werden können, die Preise sollten für ein möglichst breites Spektrum an Kunden lukrativ sein, und Lieferzeiten sollten berechenbar und zuverlässig einhaltbar sein. Hier ist der Maschinenpark und der Einsatz einer von den vorhandenen 

Mitarbeitern beherrschbaren Automatisierung wie es Cobot-Lösungen bieten, unbedingt erforderlich. Mit der Steigerung des technologischen Niveaus steigt auch die Attraktivität des Unternehmens überproportional an.

Produktionssteigerung durch Eliminierung von Verschwendung

Viele Unternehmen, die über lange Jahre gewachsen sind, haben das Problem, dass sich im Laufe dieser langen Zeit Abläufe und Verhaltensmuster eingespielt haben, die von allen als gegeben und normal angesehen werden. Dadurch entsteht in vielen Bereichen eine Verschwendung, die ohne gezielte Überprüfung meist nicht mehr festgestellt wir. Dies können z.B. lange Rüstzeiten durch weite Wege und schlechte bzw. schlampige Vorbereitung oder Organisation sein, dies können nicht genutzte Kapazitäten sein, die zwar in Form von verfügbaren Anlagen und Maschinen vorhanden wäre, aber durch unnütze oder unkontrollierbare Stillstände eine Ausbringung bis hinunter zu 40% der eigentlichen Möglichkeit bringen. Hier wird Produktionskapazität und Kapital verschwendet. In den allermeisten Fällen wird nicht konsequent an einer Vermeidung dieser Verschwendungen gearbeitet. Hier bieten neue, zuverlässige Maschinen (falls erforderlich) und einfache und flexible Automatisierungen wie Lösungen mit Cobots eine schnelle, kostengünstige Möglichkeit, mit dem vorhandenen Personal die Ausbringung sofort zu steigern. Die Möglichkeiten einen zusätzlichen Verdienst zu erzielen, sind je nach Laufzeit der Anlagen und erzielbarem Stundensatz bereits ab dem 4. Monat nach der Investition zu erzielen.

Effizienzsteigerung bei fehlendem Personal

Durch intelligente, einfach zu bedienende und flexible Automatisierungs-lösungen wie z.B. mit einem Cobot können fehlende Produktionsmitarbeiter nicht nur egalisiert werden, die Produktion wird gleichzeitig deutlich effizienter. Dies wird vor dem Hintergrund des akuten Facharbeitermangels und vor allen Dingen vor dem Hintergrund von möglichen Entlassungen aufgrund des Kostendrucks eine immer wesentlichere Rolle spielen. Der Cobot wird als einmalig zu bezahlender Mitarbeiter eingestellt, der - richtig konzipiert - automatisch eine Effizienzsteigerung mit sich bringt.

Risikominimierung bei Kreditvergabe durch die KfW

Die Hausbanken der Unternehmen prüfen derzeit die Anträge zur Vergabe von Notfallkrediten durch die KfW, um die 100%-Absicherung durch den Bund möglichst vor zu hohen Ausfällen zu schützen. Dabei kommt es insbesondere auf ein schlüssiges und nachhaltiges Konzept an, in dem die Antragsteller nachweisen sollen, dass die Kreditvergabe eine sichere und gegebenenfalls sogar bessere Zukunftsperspektive für das jeweilige Unternehmen bedeutet. Mit effizienten, flexiblen und kostengünstigen Automatisierungslösungen, die eine berechenbare hohe Ausbringung bieten, sind die Erlöse berechenbarer und nachhaltiger, die Preise für Aufträge sind – falls erforderlich – flexibler, die Liefertreue und damit die Kundenbindung wird gesteigert. Dies trägt alles zur Risikominimierung für alle beteiligten Parteien bei. Hierzu zählt auch, dass die Amortisationszeiten bei einer Cobot-Applikation im Durchschnitt bei wenigen Monaten liegen, d.h. das Unternehmen wird dadurch sehr schnell in die Lage versetzt, echte Zusatzerlöse zu erwirtschaften.

Entschleunigung der Mitarbeiter bei Erhöhung der Produktivität

Im produzierenden Gewerbe mit gesteuerten, automatisch laufenden Maschinen, wird ein Mitarbeiter 2-3 Anlagen bedienen. Dies bedeutet eine hohe Belastung für den Mitarbeiter, bei gleichzeitig oft stark verringerten Maschinenlaufzeiten durch Stillstände wegen nicht synchroner Zykluszeiten auf den Anlagen. Der Einsatz von einfach zu bedienenden, zuverlässig und prozesssicher zu betreibenden Automatisierungslösungen mit zudem minimierten Umrüstzeiten bringt eine enorme Entschleunigung des Mitarbeiters mit sich bei gleichzeitig höherer Ausbringung durch eine kontinuierliche Bestück der Maschinen durch den Roboter. Applikationen mit Cobots ermöglichen hier auch den sicheren Betrieb bei beengten Platzverhältnissen, es wird nur die Produktion der einen Maschine unterbrochen, an der der Mitarbeiter manuelle Arbeiten durchzuführen hat, die anderen Maschinen produzieren gleichmäßig weiter.

Sicherheit und Motivation für Mitarbeiter durch zukunftsgerichtete Entscheidungen

Insbesondere in Krisenzeiten beobachten die Mitarbeiter eines Unternehmens ihre Führungskräfte sehr genau. Je unsicherer die Situation und je größer die gefühlte Bedrohung, desto intensiver wird die Beobachtung. Hier ist es besonders wichtig, dass der Chef etwas „unternimmt“, dass er sich eindeutig positioniert und mit guten Perspektiven für die Zukunft ein Klima des Vertrauens und der Zuversicht schafft. In Ausnahmesituationen wie der derzeitigen Corona-Krise ist es besonders wichtig, sich nicht rückwärtsgewandt auf bereits gemachte Erfahrungen zu stützen, sondern Szenarien und Möglichkeiten prüfen, wie in Zukunft mehr Erfolg erzielt werden kann. Positive Szenarien, die auch die Mitarbeiter in die Entscheidungsfindung einbeziehen, erzeugen eine Aufbruchstimmung, die nicht unterschätzt werden sollte. Die meisten Mitarbeiter wollen in solchen Situationen helfen, die Krise zu überwinden und werden mit viel Einsatz an Lösungen arbeiten. Insbesondere das Thema der intelligenten Automatisierung kann jetzt unter ganz anderen Gesichtspunkten und mit einer völlig anderen Akzeptanz angegangen werden.
 

Klaus Volland
Vertriebsleiter INEX Werkzeugmaschinen GmbH

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